Kosten
 
Ziel des Deutschen Schiedsgerichts Logistik e.V. ist es nicht nur, durch schnelle und kompetente Streitbeilegungen bzw. Streitentscheidungen zu überzeugen, sondern durch einen moderaten Kostenansatz auch wirtschaftlich eine wirkliche Alternative zur staatlichen Gerichtsbarkeit und vielen anderen Schiedsgerichten zu sein.


Schiedsverfahren

Die Verfahrenskosten bei staatlichen Gerichten definieren sich über die Höhe des Streitwertes, eventueller Auslagen sowie den je Instanz unterschiedlichen Gerichtskostensatz. Hinzu kommen noch die Anwaltshonorare, die sich grundsätzlich nach der Höhe des Streitwertes richten und für Berufungs- und Revisionsinstanzen ebenfalls höhere Faktoren vorsehen.

Die Verfahrenskosten des Deutschen Schiedsgerichts Logistik e.V. richten sich auch nach dem Streitwert, wobei sich die Verfahrenskosten aus
- den Auslagen des Gerichts und
- den Schiedsrichterhonoraren
zusammen setzen.

Auf die Erhebung von Verwaltungskosten verzichtet das Deutsche Schiedsgericht Logistik e.V. Entscheidend für die Verfahrenskosten ist somit die Anzahl und Auswahl der Schiedsrichter. So haben die Parteien grundsätzlich die Wahl einen Einzelrichter oder einen Richtersenat entscheiden zu lassen. Wird ein Richtersenat gewählt, besteht zudem die Möglichkeit, diesen wahlweise mit entweder drei Juristen oder zwei Juristen und einem erfahrenen Logistiker oder einem Juristen und zwei erfahrenen Logistikern zu besetzen (Juristen verstehen sich hier immer als logistikerfahrene Volljuristen mit der Befähigung zum Richteramt). Aufgrund der Aufgabenverteilung belaufen sich die Honorare für Schiedsrichter ohne Befähigung zum Richteramt auf die halbe Honorarhöhe des Schiedsrichters mit Befähigung zum Richteramt. Zu diesen Verfahrenskosten kommen nun ebenfalls noch die Anwaltshonorare der jeweiligen Parteienvertreter hinzu, sofern sie sich nicht selbst vertreten.

Der Staat erhebt an seine Gerichtsbarkeit nicht den Anspruch, kostendeckend zu arbeiten, weshalb im direkten Vergleich erstinstanzlicher Verfahren eine private Gerichtsbarkeit schwerlich kostengünstiger angeboten werden kann. Regelmäßig werden komplexe und / oder werterhebliche Verfahren innerhalb der staatlichen Gerichtsbarkeit aber nicht erstinstanzlich entschieden. Neben der häufig jahrelang andauernden Rechtsunsicherheit bis zur letztinstanzlichen Entscheidung entstehen dadurch erhebliche Verfahrenskosten. Da die Schiedsverfahren des Deutschen Schiedsgerichts Logistik e.V. alle erstinstanzlich entschieden werden, wird hier nicht nur binnen weniger Monate Rechtssicherheit geschaffen, sondern regelmäßig auch ein zum Teil erheblicher Kostenvorteil geboten. Selbst beim Einsatz eines Richtersenats, bestehend aus einem Volljuristen und zwei erfahrenen Logistikern, entstehen im Vergleich zu den Kosten für zwei staatliche Instanzen meist geringere oder gleichwertige Verfahrenskosten. Werden nun noch die indirekten Kosten der langen Verfahrensdauer, z.B. bilanzielle Nachteile durch schwebende Verfahren etc. berücksichtigt, bietet das Deutsche Schiedsgericht Logistik e.V. deutliche monetäre Vorteile.

Wie bei der staatlichen Gerichtsbarkeit auch, trägt im Regelfall die unterliegende Partei die Kosten.

Beispielrechnung für die Kosten eines Schiedsverfahrens

Streitwert: 50.000 €
- 5% des Streitwertes gleich 2.500 € für jeden Schiedsrichter mit Befähigung zum Richteramt und 1.250 € für Schiedsrichter ohne Befähigung zum Richteramt
- 2.635 € Anwaltskosten je Parteivertreter
- zzgl. eventueller Auslagen

Daraus ergibt sich ein Prozesskostenrisiko von 7.770 € für einen Einzelrichter bis max. 12.770 € für einen Senat bestehend aus drei Richtern mit der Befähigung zum Richteramt.

Im Vergleich hierzu beträgt das Prozesskostenrisiko für die staatliche Gerichtsbarkeit inkl. Anwaltskosten beider Parteien
- 1. Instanz = 6.638 €
- 2 Instanzen = 14.360 €
- 3 Instanzen = 24.630 €

Eine detaillierte Gegenüberstellung der Kosten für ein Schiedsverfahren kann nachfolgender Tabelle mit einigen exemplarischen Streitwerten entnommen werden.

Kostenvergleich

Die Leistungen des Deutschen Schiedsgerichts Logistik e.V. sowie die anfallenden Anwaltshonorare verstehen sich zzgl. 19% USt


Mediationsverfahren

Die Kosten des Mediationsverfahrens werden vom Schiedsgericht mit einem angemessenen Teil der für ein Schiedsverfahren anfallenden Kosten mit entsprechendem Streitwert gemäß der Schieds- und Kostenordnung festgesetzt. Sofern das Verfahren keine Besonderheiten aufweist, ist in der Regel von der Hälfte der für ein Schiedsverfahren anfallenden Verfahrenskosten auszugehen.

Soweit die Parteien nichts anderes vereinbaren, werden die für die Durchführung des Mediationsverfahrens entstehenden Kosten hälftig von den Parteien getragen.